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Fibromyalgiesyndrom (VOR)

Patientinnen und Patienten mit der Diagnose "Fibromyalgie" fühlen sich häufig hilflos und verunsichert. Vor dem Hintergrund vieler und oft enttäuschender Arztbesuche ohne klare Befunde ist es normal, dass auch Selbstzweifel und Ratlosigkeit im Umgang mit der Erkrankung aufkommen können. In einer solchen Situation werden Informationen und der Austausch mit anderen Betroffenen besonders wichtig. 

Im Rahmen der verhaltensmedizinisch orientierten Rehabilitation (VOR) werden die Betroffenen in der Krankheitsbewältigung unterstützt, indem sie über Entstehung und Verlauf der Erkrankung informiert werden. Die Teilnehmenden erarbeiten sich ein erweitertes Krankheitsverständnis nach dem bio-psycho-sozialen Modell und haben die Möglichkeit, unterschiedliche Einflussmöglichkeiten (Selbstmanagementtechniken) kennen zu lernen und zu erproben. Wieder Freude an Bewegung und körperlicher Aktivität zu finden ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Aspekt und auch Übungen zur Entspannung kommen nicht zu kurz. Übergeordnetes Ziel ist es, an Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung zu gewinnen, positive Veränderungen besser wahrzunehmen und mehr Zuversicht zu erlangen. 

Das interdisziplinäre, multimodale Gruppenprogramm basiert auf dem Wissensstand und den Empfehlungen der AWMF S3-Leitlinie „Diagnostik und Therapie des Fibromyalgiesyndroms“. Das von der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) empfohlene Schulungsprogramm für Fibromyalgie-Patienten ist in dem Programm vollständig enthalten, wurde aber im Sinne der Verhaltensmedizinisch-orientierten Rehabilitation erweitert und komplettiert.

Voraussetzung für die Teilnahme ist über die medizinisch-psychologische Indikation hinaus eine 4-wöchige Reha-Dauer und die Bereitschaft, sich auf intensive, multimodale Behandlung in der Gruppe einzulassen.

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