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Chronifiziertes Schmerzsyndrom (VOR)

Chronische Schmerzen sind häufig sehr belastend für Betroffene und kosten viel Kraft. Die Behandlung ist meist schwierig und eine Herausforderung für alle Beteiligten, am stärksten für die Patientinnen und Patienten selber. Viel Mut und Ausdauer sind nötig, die Schmerzen und den eigenen Körper besser zu verstehen und Lösungswege im Umgang mit der Schmerzerkrankung zu entwickeln. Natürlich geht das alles nur mit der richtigen Begleitung, dem Gefühl, ernst genommen zu werden, und der Bereitschaft, etwas Neues im Denken und Verhalten auszuprobieren. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen und die richtige Begleitung sind besonders wichtig. 

Im Rahmen der verhaltensmedizinisch orientierten Rehabilitation (VOR) nehmen Betroffene an einem interdisziplinären Gruppenprogramm teil, das in Abhängigkeit vom individuellen Bedarf durch weitere Therapien ergänzt wird. Die Teilnehmenden erarbeiten ein erweitertes Krankheitsverständnis nach dem bio-psycho-sozialen Modell und haben die Möglichkeit, unterschiedliche Einflussmöglichkeiten (Selbstmanagement¬techniken) kennen zu lernen und zu erproben. Freude an Bewegung und körperlicher Aktivität wieder zu finden ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Aspekt und auch Übungen zur Entspannung kommen nicht zu kurz. Übergeordnetes Ziel ist es, an Sicherheit im Umgang mit der Schmerzerkrankung zu gewinnen, positive Veränderungen besser wahrzunehmen und mehr Zuversicht zu erlangen. 

Voraussetzung für die Teilnahme ist über die medizinisch-psychologische Indikation hinaus eine 4-wöchige Reha-Dauer und die Bereitschaft, sich auf intensive, multimodale Behandlung in der Gruppe einzulassen.